Als Duncan, im Alter von 13 Jahren die Gitarre seines Vaters entdeckte und darauf seinen ersten Song schrieb, hätte er sich niemals träumen lassen, wo dies eines Tages hinführen würde…
Like a child in dream I was far away
I was wandering the wind
Der Öl-Boom der Siebziger und die Unabhängigkeit der Vereinigten Arabischen Emirate 1971 ermöglichten es seinen Eltern, an der neu gegründeten Abu Dhabi Universität zu arbeiten, wo Duncan 10 Jahre später in einem kleinen Missionskrankenhaus in Al Ain (wörtlich: Die Quelle) geboren wurde, in 1981. Als Neugeborener trug Duncan zur Erheiterung der Einheimischen bei, weil er im Gegensatz zu deren Babies leuchtend goldenes Haar und eine hellere Haut hatte. Die Landschaften seiner Kindheit waren rote Wüstendünen, trockene, felsige Flussbetten, Dattelhaine und Zitronenplantagen, die von Wasserkanälen aus den umliegenden Hügeln genährt wurden. In dieser multinationalen Auswanderergemeinschaft wuchs Duncan auf, und entwickelte so eine internationale Ader die seine späteren Songs beeinflüssen würde –
I don’t belong to a nation, my feet may roam.
You put colour in my eyes and music in my ears
Es war jedoch Nottingham, das den Hintergrund zu seinen Teenagerjahren lieferte. Schon früher in den VAE hatte Duncan Klavierunterricht und sang schon immer Songs, aber in England erweiterte sich sein musikalischer Horizont, und er trat verschiedenen Jugendorchestern als Geiger bei. Während dieser Zeit hatte ein Schulfreund die Idee eine Band zu gründen, in der Duncan ursprünglich der Keyboarder war, aber nachdem Duncan der Band seinen ersten selbst geschriebenen Song mit dem Titel Destiny präsentierte, wurde er sofort zum Leadsänger und Rhythmusgitarristen erkoren. Diese Ereignisse hatten einen großen Einfluss auf Duncan und er begann an sich zu arbeiten, wie er es in
Painted Like A Picture besingt.
Neben Duncans zunehmenden Bandaktivitäten und seinem intensiven musikalischen Schaffen entwickelte er eine große Leidenschaft für das Schauspielen und wurde Teil einer enthusiastischen jungen Theatergruppe. Nachdem er die Schule beendete, entschied sich Duncan für ein Studium am Rose Bruford Drama College in London während er in seine Freizeit weiterhin Songs schrieb und aufnahm, und gelegentlich als Musical Director für verschiedene Studententheater arbeitete. Während seines Studiums traf er
someone who stole my heart, ein junges deutsches Mädchen, das jedoch nach dem Abschluss zurück nach Deutschland ging, um dort als Schauspielerin zu arbeiten. Die folgenden 9 Monate waren für beide nicht leicht.
Während dieser Zeit wurde Duncan zum Fachbereichsleiter für Musik an einer Schule für behinderte Kinder ernannt und reiste alle paar Wochen ins Ausland, um bei seiner Liebe zu sein. Am Ende forderte die Entfernung jedoch ihren Tribut und die Beziehung begann darunter zu leiden. Als letzten Rettungsversuch beschloss Duncan nach Köln zu ziehen, wo seine Partnerin zu dieser Zeit als Fernsehschauspielerin arbeitete.
So I crossed an ocean, fired by devotion
And some crazy dream where we never had to part
Leider,
as it happens it wasn’t meant. Die Beziehung war nicht zu retten. So fand Duncan sich in einem unbekanntem Land mit einer fremden Sprache und er beschloss die Chance auf ein Abenteur zu ergreifen. Er nahm seine Gitarre und zog nach Hamburg –
got to go let go – wo er Kontakte zu Boogie Park Studio hergestellt hatte. Der nun von Liebeskummer und Geldnot geplagte Musiker pendelte zwischen diversen Sofas und „Singen für ein Abendessen“, um nebenbei noch mehrere Songs die er mit sich herum trug aufzunehmen – in weniger als einem Monat hatte er 19 Songs aufgenommen.
Während er im Studio arbeitete traf er einem Schlagzeuger der ihm half eine Band zu gründen, und schon bald spielte er auf dem ‚Kiez’ (Hamburgs Rot-licht Viertel). Das Gebiet um die berühmte Reeperbahn ist seit jeher als einzigartiger musikalischer Tummelplatz bekannt, unter anderem für die Beatles. Durch seine häufigen und anspruchsvollen Auftritte wurde Duncan nicht nur sehr schnell ein besserer Musiker und Entertainer, sondern traf dabei auch viele interessante Persönlichkeiten und machte obskure Erfahrungen.
There’s no doubt you can take a man out of his shell
Instinktiv zog es Duncan nach St Pauli, es war
like a neon light guiding me deep into the night. Er war beeindruckt durch das pulsierende Leben und die Bildhaftigkeit –
windows and bars all embracing the stars till it shows – und der Großteil seines zukünftigen Lebens in Hamburg würde sich um St. Pauli drehen. Es wurde eine Ort der Inspiration für seine kreative Arbeit und diente oft als Ideenpool oder sogar: Al Ain (Die Quelle).
Und nun entspringt diese neue Quelle in Duncan Townsends Leben in Form seines Debütalbums
Out Of The Red.
Here’s to the moment you’ve waited for so long.
DUNCAN TOWNSEND IN KÜRZE:
* Begann im Alter von 13 Jahren in Nottingham Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben, nachdem er einige Jahre Klavier und Geige gelernt hatte.
* Spielte in Bands und arbeitete in verschiedenen Theatern
* Besuchte das Drama College in London und arbeitete dann als Musiklehrer mit behinderten Kindern
* Reiste nach Deutschland für die Liebe und blieb für die Musik. Schlief auf einem Sofa und arbeitete als Live Musiker und Songwriter in Hamburg, St. Pauli.
* Pendelte zwischen Studios und Bühnen, arrangierte und sang ein Duett mit Nena für „50 Jahre Bravo“, tourte durch Deutschland als Support für Katie Melua und produzierte sein Debütalbum „Out Of The Red“ mit Andreas Herbig (A-ha, Udo Lindenberg, Ich+Ich, Echo 2007 Best German Producer, etc.)
Quelle:
www.duncan-townsend.com